Monatstreffen - Termine 2018

Jeder 3. Dienstag im Monat um 16 Uhr
im Feierabendhaus, Marl, Lipper Weg
(Bitte evtl. Terminverschiebungen und Raumverlegungen beachten)

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Monat Termin Stichwort / Thema Vortragender
Januar 16.01.
(Neujahrsempfang mit Ehepartnern)
Eine überwiegend heitere Klang- und Text-Collage von Manfred Wordtmann und Dr. Christa Degemann.
Erinnerungen und Begegnungen sind ein kostbarer Teil unseres Lebens. Wenn wir z.B. an die eigene Kindheit und Jugend denken, an Reisen, an Beobachtungen unter Menschen und in der Natur, spüren wir noch einmal berührenden, heiteren und manchmal auch nachdenklichen Momenten nach. Um Momente dieser Art geht es in den Texten von Christa Degemann. Begleitet wird Sie von Manfred Wordtmann, der Komponist sowie Dozent für Saxophon an der Uni Münster ist.
Dr. Christa Degemann und Manfred Wordtmann, Havixbeck
Februar 20.02.
Edouard Manet
Der Vortrag bezieht sich auf die aktuelle Ausstellung im Von-der-Heydt-Museum in Wuppertal (bis zum 25. Febr.). Edouard Manet (1832-1882) war ein Einzelgänger. Das Werk dieses Außenseiters wird in seiner ganzen Breite präsentiert: Beginnend mit seinen ersten Versuchen als Schüler von Thomas Couture und endend mit den strahlenden Gartenbildern aus Rueil von 1882.
Dr. Gaby Lepper-Mainzer, Dülmen
März 20.03. Anfänge der Ruhrfestspiele Recklinghausen
Während des kalten Winters 1946/47 standen die Hamburger Theater vor der Schließung, weil ihnen Kohlen für die Beheizung und den Betrieb der Bühnentechnik fehlten. Der Verwaltungsdirektor des Deutschen Schauspielhauses, der Betriebsratsvorsitzende der Hamburgischen Staatsoper und weitere Beteiligte fuhren daraufhin mit 2 LKW ins Ruhrgebiet und baten auf der Zeche König Ludwig in Suderwich um Brennstoff. Die Kumpel halfen spontan unter Umgehung der Allierten-Kontrolle. Die Aktion wurde mehrfach wiederholt, bis sie von der englischen Militärpolizei entdeckt wurde. Zum Dank für die Hilfe gastierten 1947 150 Schauspieler der 3 Hamburger Staatsbühnen im städtischen Saalbau.
Dr. Matthias Kordes, Institut für Stadtgeschichte RE
April 17.04. Droste Kulturzentrum Burg Hülshoff - Zukunftsort Literatur
Im Rahmen der „Regionale 2016” soll die derzeit leer stehende Vorburg Hülshoff in Havixbeck, wo 1797 die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff geboren wurde, zu einem Denk-, Lern-, Kreativ- und Erlebnisort werden. Hier stehen an: Einrichtung eines Droste- Kompetenzzentrums, Entwicklung eines regionalen Netzwerks für Literatur sowie Einrichtung eines innovativen Droste-Literaturmuseums. Der Park der Burg Hülshoff soll ein Literaturgarten werden. Außerdem soll die ca. 5 km lange Verbindung zu Haus Rüschhaus in Münster-Nienberge zu einem interaktiven Lyrikweg ausgebaut werden. Das Haus war von 1826 bis 1841 der Wohnsitz von Annette. Seit Anfang Febr. ist Dr. Jörg Albrecht Gründungsdirektor und künstlerischer Leiter auf Burg Hülshoff.
Dr. Jochen Grywatsch, LWL Münster
Mai 15.05.
Das Projekt AmpaCity in Essen, ein 10 kV Hochtemperatur-Supraleiterkabel im städtischen Stromnetz
Strom läßt sich effizient übertragen mit Supraleiterkabeln aus einer Oxidkeramik bei einer sog. Sprungtemperatur von - 196⁰ C (flüssiger Stickstoff): Der Strom fließt widerstandsfrei und die Stromtragefähigkeit ist fünfmal höher als beim Kupferkabel. Man spart Umspannstationen ein, und es entsteht keine elektomagnetische Strahlung. Als Leuchtturmprojekt gilt AmpaCity, die Verlegung eines 1 km langen 10 KV Supraleiterkabels in der Innenstadt von Essen 2011 (Projektleitung innogy). Heute sind schon Sprungtemperaturen von - 73⁰ C möglich.
Dr. Frank Merschel, innogy SE, Essen
Juni 19.06. Streichinstrumente aus Kohlefaser
Kohlefaser wird nicht nur in der Automobil- und Luftfahrtindustrie verwendet, sondern neuerdings auch im Musikinstrumentenbau. Dr. Kleinalstede baut seit 2009 in seinem Handwerksbetrieb „mezzo-forte” in Werther bei Bielefeld Streichinstrumente aus diesem Werkstoff. 2015 wurde seine Carbonvioline „Design Line” mit dem deutschen Musikinstrumentenpreis ausgezeichnet (gegen 22 Mitbewerber). Auf Youtube sind Demo-Videos auf dem Kanal „mezzofortegermany” eingestellt.
Dr. Jörg Kleinalstede, mezzo-forte Streichinstrumente, Werther
Juli 17.07. Die Heide blüht
Die Heide ist durch einen nährstoffarmen, sauren Boden gekennzeichnet, auf dem Heidekraut und Wacholderbüsche wachsen. Das blühende Heidekraut als Leitpflanze verwandelt einmal im Jahr (vom Spätsommer bis zum Herbst) die Landschaft in einen lilafarbenen Teppich (wie die Westruper Heide in Haltern). Bis ins 19. Jh. wurde der Plaggenhieb praktiziert: Der Oberboden mit der Vegetations- und Wurzelzone wurde entfernt. Die Plaggen wurden u.a. als Vieheinstreu genutzt. Heidschnucken verhindern auch heute noch das Aufwachsen größerer Gehölze. Die Tierwelt ist zahlreich: Heidelerche, Schlingnatter, Zauneidechse und der für seine Jagdtechnik berühmte Ameisenlöwe. Als Heidedichter gilt Hermann Löns (1866-1914).
PD Dr. Georg Tuschewitzki, Haltern
August 21.08. Chemiker im „Dritten Reich”
70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat die GDCh die Ergebnisse einer Studie zur Aufarbeitung der Rolle ihrer Vorgängerorganisationen DChG und VDCh in der Nazizeit veröffentlicht. In seinem über 700 Seiten starken Buch „Chemiker im Dritten Reich” räumt der Wirtschaftshistoriker Prof. Dr. Helmut Maier von der RUB mit der Legende auf, beide Organisationen seien unpolitisch gewesen. Ein Beispiel ist Dr. Georg Kränzlein - SS-Obersturmbannführer und Leiter der Kunststoff-Kommission bei der Hoechst AG. In einem Brief an den Kunststoffpapst Prof. Hermann Staudinger läßt er sich in übelster antsemitischer Weise über die jüdischen Chemiker des Hauptlaboratoriums der BASF aus. Seit 1936 war Kränzlein Vorsitzender der Fachgruppe für Chemie der Kunststoffe des VDCh.
Prof. Dr. Helmut Maier, RUB
September 18.09. Auf den Spuren der Chinesischen Seidenstraße
Die Referentin war 2015 und 2017 auf der alten chinesischen Seidenstraße unterwegs. Diese verläuft durch die autonome Provinz Xinjiang im äußersten Westen von China und grenzt an Indien, Pakistan, Afghanistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Kasachstan, Russland und die Mongolei. Atemberaubende Landschaften und Begegnungen mit Menschen verschiedenster Kulturen sind Höhepunkte einer unvergeßlichen Reise.
Annemarie Berlin, Havixbeck
Oktober 16.10.
Die Auswirkungen der Energiewende auf unsere Kulturlandschaft
Die Energiewende will hin zu erneuerbaren Energien: Wind + Sonne + Bio + Erdwärme + Wasserkraft. Die dafür nötigen Windräder, Hochspannungsfreileitungen, Solarfarmen, Maisfelder verändern unsere Kulturlandschaft und haben gravierende Auswirkungen auf Fauna und Flora und auf unsere Gesundheit. Die Weiten Norddeutschlands sind zu blinkenden Windfarmen mutiert, Hügelketten wurden zu Trägerlafetten von Windrotoren degradiert. Über allen Wipfeln ist keine Ruh!
D.I. Jürgen von Guionneau, Marl
November 20.11. fällt aus wegen zu starker zeitlicher Nähe zum Jahrestreffen
November 22.11. 26. Jahrestreffen VAA-IWT
Der Mensch - Plan Gottes oder ein (dummer) Zufall?
Herr Prof. Ulrich Lüke
Herr Prof. Lüke studierte Biologie und Theologie und war u.a. als Professor für Theologie an der RWT Aachen tätig.


Koordination der Vorträge: Dr. Peter Hänßle